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Seilziehen
Wettkampfreglement
Punktvergabe: In der Vorrunde werden pro Begegnung zwei Züge ausgetragen. Gewinnt ein Team beide Züge erhält sie 3 Punkte. Bei einem Unentschieden erhält jede Mannschaft einen Punkt. In der Finalrunde werden zwei Züge, und bei einem Unentschieden nach zwei Zügen ein Entscheidungszug ausgetragen.
Seil aufnehmen: Das Seil muss bei der Aufstellung auf dem rechten Fuss des Seilziehers liegen. Der Seilzieher darf das Seil erst auf Anweisung des Schiedsrichters in die Hände nehmen.
Seil auf: Gleichzeitig mit dem Kommando 'Seil auf' hebt der Schiedsrichter seine Arme vorwärts hoch bis in die Horizontale. Die Seilzieher ergreifen das Seil.
Spannen: Gleichzeitig mit dem Kommando 'Spannen' hebt der Schiedsrichter seine Arme in die Schräghochhalte, die Handflächen nach innen gekehrt. Die Athleten schlagen einmal den Absatz in den Boden und spannen das Seil. Es dürfen keine zusätzlichen Vertiefungen in den Boden geschla-gen werden.
Zentrieren des Seils: Vor der Wettkampf-Freigabe muss die markierte Mitte des Seils genau über der Linie am Boden schweben. Durch Winken mit den Händen zeigt der Schiedsrichter den Athleten die Richtung für die Seilzentrierung an. Anschliessend dreht der Schiedsrichter seine Handflächen nach aussen und gibt das Kommando 'Bereit'.
Pull: Kurz nach dem Kommando 'Bereit' erteilt der Schiedsrichter mit dem Kommando 'Pull' die Wett-kampf-Freigabe, angezeigt durch gleichzeitiges Herunterschwingen beider Arme. Die Athleten nehmen sofort ihre Ziehposition ein.
Ende eines Zugs: Ein Zug ist zu Ende, wenn eine der beiden Mannschaften die Viermeter-Markierung des Seiles hinter die Bodenmarkierung gezogen hat oder wenn eine der beiden Mannschaften drei Verwarnungen erhalten hat. Erhalten beide Mannschaften gleichzeitig die dritte Verwarnung, spricht man von einem "no pull" und der Zug muss wiederholt werden. Das Ende eines Zuges wird vom Schiedsrichter durch einen Pfiff signalisiert. Gleichzeitig zeigt er auf die Siegermannschaft.
Verwarnungen
Griff am Seil: Das Seil muss immer vor dem Oberkörper mit beiden Händen gehalten werden. Nach-greifen ("hanfen") ist nicht erlaubt.
Seilführung: Das Klemmen des Seiles zwischen Oberarm und Körper ist nicht erlaubt, wenn der Ell-bogen gleichzeitig auf dem Oberschenkel aufgestützt wird.
Seilhaltung: Das Seil darf nicht um den Arm geschlungen / mit gekreuzten Armen gegriffen werden.
Schutzkleidung: Die eingenähte oder separat getragene Schutzkleidung darf, auch beim Ankermann, an der dicksten Stelle maximal 5 cm betragen. Eine allfällige Schutzkleidung wird unter dem Dress, Gurt mit Schnalle über dem Dress getragen.
Füsse vor den Knien: Während dem Zug sind beide Füsse immer vor den Knien. Es darf kein Seil-zieher aufrecht im Seil stehen und das Seil anheben.
Absitzen: Die Seilzieher dürfen nicht auf die Schuhe des Hintermannes absitzen.
Ausrutschen: Verliert ein Seilzieher die vorgeschriebene Ziehposition weil er ausgerutscht ist, muss er sofort wieder die richtige Stellung einnehmen.
Abstützen: Seitliches Abstützen mit der Hand ist nicht erlaubt.
Rudern: Kurzes Absitzen mit gleichzeitigem Anziehen der Beine wird nicht toleriert ("rudern").
Seilhaltung Ankermann: Der Ankermann kann das Seil direkt unter der Schulter oder auch weiter unten entlang dem Körper führen. Es muss über den Rücken diagonal zur anderen Schulter und vorne unter der Achselhöhle zurückgelegt werden. Das Seilende muss frei nach unten fallen und darf nicht verknotet werden. Die Hände müssen vor dem Körper mit Griff nach oben gehalten werden. Das He-runterdrücken des Seils mit der Hand ist zur Korrektur der Seilposition und zum Schutze von Verlet-zungen erlaubt, doch muss die Hand nach der Korrektur der Seilposition wieder nach vorne gehalten werden. Das Seil darf weder im Dress eingedreht noch im darunter getragenen Polster und/oder Kraftgürtel verkeilt werden.